Film „Aghet“ – Gewinner von zahlreichen Filmpreisen

Der Dokumentationsfilm Aghet, der bei unserer Veranstaltung am 18.Mai 2011 an der TU Chemnitz gezeigt werden wird, hat bereits zahlreiche Auszeichnungen erhalten. Unter anderem einen Preis bei der New York Film Festival sowie auch den Grimme Preis 2011. Besuchen Sie für weitere Informationen die Website des Dokumentarfilms Aghet.

Transkaukazja – Zeitgenössische Kunst aus dem Kaukasus

Transkaukazja ist ein europäisches Kunstprojekt, das seinen Ursprung in Polen hat. Nun wird dieses Projekt auch auf Deutschland, Österreich und die Tschechische Republik ausgedehnt. Dabei haben armenische und georgische Künstler die Möglichkeit ihre Arbeit zu präsentieren. Auch nach Chemnitz werden einige armenische Künstler kommen und ihre Kunst vorstellen. Für weitere Informationen besuchen Sie einfach direkt die Website der Transkaukazja.

Projektprogramm „Wenn Völkermord zum Schicksal wird“ am 18.05.2011

Zeitablauf

Programmveranstaltung

10:30 – 11:00 Uhr

Raum: N113

Einführung: Dr. Teresa Pinheiro und Arpine Nazaryan
11:00 – 13:00 Uhr

Raum: N113

Einführungsvortrag über den Völkermord von 1915 an den Armeniern, Rolle und Verantwortung Deutschlands bei dem Genozid an den Armeniern, die Frage der Anerkennung in der internationalen Politik:

Dr. Phil. Rolf Hosfeld

13:00 – 14:30 Uhr Mittagspause
14:30 – 15:00 Uhr

Raum: N013

Künstlervortrag: Der Kurzfilm „Remember“ vom türkischen Regisseur Erhan Arik“

Arman Tadevosyan

Fotoausstellung: The Ghost City“ Arman Tadevosyan

16:00 – 17:00 UhrRaum: N013

Studentischer Vortrag:

Künstlerische Verarbeitung des Völkermords „

Sabine Völkl

Künstlervortag:

Über die Erinnerungen des Völkermords an den Armeniern in seiner Kunst“

Aleksey Manukyan

17:10 –17:40 UhrRaum: N013

Studentischer Vortrag: „Völkermord in Bosnien“

Theresa Kiunke

17:40 – 19:45 Uhr Pause
19:45 – 21:30

Club der Kulturen

Film: „Aghet“- Der Völkermord an den Armeniern

mit Einführung von Maria Pelteki

ab 21:30

Club der Kulturen

Armenischer Abend:

mit Armenischem Essen & der armenischen Band

„Aguas“

Grigor Shagoyan (Gesang und Gitarre)

Alexander Schmidt (Ritm Gitarre)

i’es unterstützt die Veranstaltung „Genozid an den Armeniern“

Initiative Europastudien e.V. – Fachgruppe des Studiengangs Europastudien und studentische Initiative. Der Schwerpunkt unserer Arbeit liegt in der Studienberatung, im Networking und in der Projektarbeit.

Als eingetragener Verein besitzt die Initiative mittlerweile 60-70 aktive Mitglieder, von welchen sechs Mitglieder den erweiterten Vorstand (erster und zweiter Vorsitzender, Schatzmeister, sowie erweiterter Vorstand) bilden. Während das Gründungsziel im Jahre 2001 die Unterstützung, Weiterentwicklung und Repräsentation des Studiengangs Europastudien war, hat sich der Tätigkeitsbereich in der Folgezeit erheblich erweitert, was vor allem durch die Einrichtung diverser Projektgruppen und einer verbindlichen Zuständigkeit einzelner Mitglieder hierfür erreicht werden konnte.

Die Initiative Europastudien besitzt einen weitreichenden Wissensschatz und Kompetenzen was die Planung, Finanzierung und Durchführung von Projekten anbelangt. Des Weiteren verfügt sie über hierfür nötige Kontakte, sowie wesentliche Infrastrukturen und kann daher auch andere Organisationen und Studenten bei deren Projektideen und -umsetzung unterstützen.

Ziel dieser Projektarbeit ist es, ein Bewusstsein für den Bereich Mittel- und Osteuropa bzw. Europa und die Europäische Union außerhalb unseres Studienganges zu schaffen. Die I’ES verfügt über Räumlichkeiten an der TU Chemnitz und pflegt den Kontakt zu anderen öffentlichen Einrichtungen in Chemnitz. So konnten in den letzten Jahren zahlreiche Projekte, Exkursionen, Workshops, Vortragsreihen, Planspiele und Ausstellungen in und um Chemnitz herum organisiert und durchgeführt werden.

„Wenn Völkermord zum Schicksal wird“ – Tagesveranstaltung am 18. Mai 2011 an der TU Chemnitz zum Genozid an den Armeniern

Die Tagesveranstaltung „Wenn Völkermord zum Schicksal wird“ behandelt die Thematik des Genozids an den Armeniern Anfang des 20. Jahrhunderts.

Im Jahre 1915 wurde in der heutigen Türkei von den Machthabern des Osmanischen Reichs der Genozid an den Armeniern begangen. Die türkische Regierung leugnet den Völkermord bis heute und betreibt eine beschwichtigende Geschichtspolitik.

In der Zeit des Osmanischen Reiches kam es zu Bestrebungen der Jungtürken, einen ethnisch homogenen Nationalstaat zu gründen. Dieser sollte in erster Linie durch den muslimischen Glauben geprägt sein. Völker anderer kultureller und religiöser Hintergründe sollten somit ausgeschlossen werden. Da aus jenem Grund auch die Armenier alltäglichen Diskriminierungen und Benachteiligungen ausgesetzt waren, setzten sie sich für die Gleichberechtigung von Christen und Muslimen ein. Als sich die Lage zuspitzte erfolgte eine konkrete Umsetzung des Plans, der zum homogenen Staat führen sollte. Infolgedessen wurden etwa 1,5 Millionen Armenier, darunter Frauen und Kinder, durch Todesmärsche und weitere Gräueltaten ermordet.

Bis heute setzen sich die Armenier für die internationale Anerkennung des Genozids ein, um ihren Vorfahren, den Opfern der Massaker, gerecht zu werden und einer Amnesie entgegenzuwirken.

Mit der Hilfe vom Theodor-Heuss-Kolleg, ein Programm der Robert Bosch Stiftung und des Mitost e.V., organisiert Arpine Nazaryanzusammen mit sieben weiteren Studentinnen der Europastudien am 18. Mai 2011 eine Veranstaltung zum Thema.

Im Zentrum steht die Aufklärung über den tiefgreifenden Einschnitt in der armenischen Geschichte sowie die internationale Anerkennung des Völkermordes an den Armeniern, welcher bis heute von türkischer Seite verleugnet wird. Ein vielseitiges Programm wird die Besucher durch den Tag leiten.

In Planung sind Vorträge zu der armenischen Kultur und Geschichte, die grundlegende Informationen vermitteln und Raum für Diskussionen bieten, sowie eine Vorstellung der aktuellen Diskussion des Themas in der Politik und den Medien.

Des Weiteren wird eine Dokumentation gezeigt, die die Geschichte anhand von Archivmaterial rekonstruiert und in den Kontext aktueller Politik einbettet. Die Abendgestaltung wird den Besuchern durch musikalische und kulinarische Besonderheiten die heutige armenische Kultur näher bringen.

Die Veranstaltung ist öffentlich und alle Interessenten sind herzlich am 18.Mai in das Neue Hörsaalgebäude der Technischen Universität Chemnitz eingeladen. Die Veranstaltung beginnt um 10:30 Uhr und endet mit einer Filmvorführung im Club der Kulturen.

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an: Martina Klaus, martina.klaus@s2010.tu-chemnitz.de; Melissa Lampe, melissa.lampe@s2008.tu-chemnitz.de oder Maria Kraus, maria.kraus@s2009.tu-chemnitz.de.